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 Betreff des Beitrags: SSD Technik für Server?
BeitragVerfasst: 06.01.2009 09:51 
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Gibt es Erfahrungen bezüglich des Einsatzes von SSDs (Solid State Drive = Festplatte aus Flashspeicher) in Servern. Die Technik ist ja bezahlbar geworden!

Sollte das Betriebssystem auch auf die SSD oder ist das zuviel Traffic für den begrenzt haltbaren Speicher?


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BeitragVerfasst: 06.01.2009 11:47 
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Hi Freedie,

frei nach Radio Eriwan: Im Prinzip ja, aber ....

SSDs haben durchaus noch ein wenig höhere Preise, als Festplatten ... und ich denke, es wäre gut, noch genauer zu spezifizieren, was der Server machen soll.

Ein reiner "Massenspeicher" mit SSDs wäre vermutlich immer noch eindeutig zu teuer. Frag mal Google, ob die schon mal dran gedacht haben, ihren Serverpark auf SSDs umzurüsten ...

Die Haltbarkeit der Flashmodule ist dagegen wohl kaum ein Thema, da die SSDs intern Lastverschiebungen machen, also nicht denselben Flashbaustein immer wieder mit der FAT beschreiben. Die ct hat mal USB-Sticks getestet, auf Dauerhaltbarkeit, und bei 10 Mio Schreib-Lese-zugriffen keinen einzigen Fehler gefunden.

Die Dauertransferraten von Server-Festplatten schaffen die SSDs auch nicht so richtig ...
Das Betriebssystem soll(te) übrigens schon bei den angekündigten Hybrid-Platten (Teil SSD, Teil Platte) für MS Vista auf den SSD-Teil, damit der Bootprozess schneller läuft. Wie gesagt, Haltbarkeit ist wohl kein Thema mehr.

Für den Fidel gibt es übrigens auch sinnvolle Einsatzmöglichkeiten mit SSD, zb in Anwendungsfällen außerhalb des Wohnzimmers ...


Wenn Du also daran denkst, Dir einen Linux-Server (siehe ct 1/2009) aufzubauen, dann spricht absoult nichts dagegen, den mit SSDs auszurüsten. Ich würd aber für die MP3s dann doch noch eine Festplatte nehmen, 300 GB mit SSDs sind immer noch nicht so recht billig.

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BeitragVerfasst: 07.01.2009 18:02 
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Danke für die Antwort

Bei Reichelt kostet eine 32 GB SSD derzeit 62,50 EUR!

Wo der Speicherplatz reicht und man keinen Geräuschentwicklung haben möchte, sicher ein gutes Angebot.

Mein Server braucht mindestens 50 GB Festplattenspeicher (2 SSD im RAID 0?) und möglichst viel Speed beim Lesen und Schreiben meist kleinerer Dateien. Windows Server 2003 ist das Betriebssytem; 6 Thins greifen per RDP auf den Server zu.

Ein Bekannter hat derweil die Transferraten getestet. Das Ergebnis war erstaunlich! Schreiben war auf dem Niveau von aktuellen Festplatten im RAID, eher schneller (1 SSD gegen RAID 1/10). Lesen war deutlich (10mal!!!) langsamer! Das muß ich nochmal mit eigenen Augen prüfen. Entspricht nicht meinen Erwartungen.

Sollten die Messwerte stimmen, werden es wohl doch 10-15k SAS Platten im Raid 0 werden.


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BeitragVerfasst: 07.01.2009 19:39 
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Naja, 62,50 für 32 Euro ... macht noch immer 2 Euro pro GB.

Festplatten bekommst Du ab 0,08 Cent pro GB. Also ist das Ganze etwa gut zwanzig mal billiger.
1500 GB würden zb. gut 3000 Euro kosten, mal abgesehen davon, dass so große, alternativ entsprechend viele parallel nicht möglich sind.
Die 1500 GB als 3,5" Platte kostet dagegen 122 Euro.

Also kommt es wohl darauf an, ob du mit 50 GB allein glücklich wirst. Dann wäre das eine Alternative ...

Wenn das Betriebssystem richtig rocken soll, dann würde ich mal an eine RAM-Disk für die Auslagerungsdatei denken. Da ist die Zugriffsgeschwindigkeit auf jeden Fall noch mal Faktor 100 bis 1000 schneller. Wobei das nur sinnvoll ist, solange Du wirklich RAM frei hast.
Da gibt es aber sicher ne Menge drüber zu googeln.

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BeitragVerfasst: 07.01.2009 21:56 
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freedie hat geschrieben:
möglichst viel Speed beim Lesen und Schreiben meist kleinerer Dateien.

Da wirst Du um eigene Tests nicht herumkommen, das Ergebnis hängt wahrscheinlich extrem von SSD, Betriebssystem und Filesystem ab.

Meine Erfahrung mit einem Nettop (kein High-Performance-Server, eher das Gegenteil), den ich unter ubuntu spaßeshalber mal mit IDE-CF-Adapter laufen lassen habe:
Die CF -Karte lieferte ordentliche Transferraten für große Dateien (sowohl lesend wie auch schreibend, Werte weiß ich nicht mehr, war aber fast die Bruttotransferrate aus dem CF-Datenblatt, glaube so 20MB/sec).

Bei kleinen Dateien war das System aber schnarchlahm, allein die Installation von ubuntu dauerte fast 4h (gegenüber 20min mit einer 2,5"-HDD)!


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BeitragVerfasst: 08.01.2009 15:46 
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Also ich habe ein WIndows 2003 mit einer 32Gb SSD (MLC) am laufen.
Dieser ist ein Router,Print, DHCP,DNS und File Server. Sowie zusätzlich ein Twonky Media Server.
Für die Datenablage habe ich ein 500GB SATA II (kein SSD) Raid 1 über Windows laufen.


Die installation ist sehr lange, weil MLC Speicher beim schreiben langsam ist. das Laden ist aber sehr schnell.


So nun solltest Du spezifizieren, was Du machen willst und evtl. kann ich Dir meine Erfahrungen nennen. Es gibt kleine unterschiede mit Windows betriebssystemen.


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BeitragVerfasst: 08.01.2009 18:15 
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TaLun hat geschrieben:
Also ich habe ein WIndows 2003 mit einer 32Gb SSD (MLC) am laufen.

Also ich habe ein Windows XP in einer 2Gb Compact-Flash Karte laufen, die mit einem CF-IDE Adapter an einem 800MHZ Epia-Board hängt. Dient mir als daap-Server im Netz. Bootet sehr schnell und reicht zum streamen von MP3s vollkommen aus.

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BeitragVerfasst: 09.01.2009 16:10 
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Es handelt sich um eine geschäftliche Anwendung, wo mehrere unterschiedliche Datensätze gelesen und auch geschrieben werden. Die Datenbanken sind verschieden groß, befinden sich alle in Unter-Unter-Unter-Directories. 2 GB RAM reichen. Eine Auslagerungsdatei wird meist nicht benutzt (aktuell 250 MB groß, Datum von vor einer Woche).

Meine Recherchen ergaben, daß es wohl sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern gibt und sich die Entwicklung derzeit wohl "im Fluß" befindet. Neue und bessere SSD sind in der Entwicklung. Billig SSDs sind meist sehr schreibschwach. Gute SSD haben (noch) ihren Preis.

Transcent und Supertalent sind wohl in der untersten Preis- und Leistungsebene,
MTRON und OCZ in der mittlere und
Intel der oberste. Aber das ist sicher morgen schon wieder anders.

Die Stärken der SSD Technik liegen wohl in parallelen Zugriffen, was bei mir fast immer der Fall ist. Daher ist die Technik interessant.

Ich habe beschlossen noch 2-3 Monate den Markt zu beobachten, da die Ersatzbeschaffung noch warten kann. Für weitere Hinweise bin ich dankbar.


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BeitragVerfasst: 09.01.2009 17:56 
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Wie sollen wir Dir hinweise geben, wenn Du nicht näher drauf eingehst?
Was ist das für eine DB? Eine eigen programmierte oder was man kaufen kann?
Worauf basiert das frontend?

Wenn Du viele User drauf hast und die ändern, werden also oft transactions logs geschrieben, dann bekommst du Probleme.
Auch sollten DB´s in einem Raid laufen und und und.
Es gibt da ein wenig mehr. Für ein Betriebssystem für ein NAS und/oder privat kann man schon SSD einsetzen im Firmenbereichen würde ich die finger von lassen und das sogar noch länger als 3 Monate...


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BeitragVerfasst: 30.08.2009 16:29 
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Nachdem ich einige Zeit mit dem Thema SSD beschäftigt habe, habe ich mich für einen INTEL X25-E 64GB entschieden. Diese beschleunigt die meisten Anwendungen um den Faktor 5. Ein ganz anderes arbeiten, was wir nicht mehr missen möchten.

Die Preise für normale SSD sind inzwischen auf weniger als 200 EUR für eine INTEL X25-M 80GB gefallen. Für einen neuen PC m.E. ein muß als Systemplatte.


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BeitragVerfasst: 30.08.2009 19:51 
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Beiträge: 2436
freedie hat geschrieben:
Diese beschleunigt die meisten Anwendungen um den Faktor 5.

Was sind denn z.B. die "meisten Anwendungen" und wie kann ich den Faktor 5 verstehen?
Lädt nun mein Word in einer halben Sekunde statt in 2,5 Sekunden oder habe ich meinen Text in 12 Minuten statt einer Stunde fertig.
Will sagen: Deine Aussage ist ohne konkrete Anwendungsszenarien so wertlos - für den Otto-Normal-Anwender ändert sich mit einer SSD so gut wie nichts.


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